Bläse Kalkbruksmuseum, Foto: Karin Schilt
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GESCHICHTE DER KALKBRENNEREI

Arkivbild Foto: Ivar Hedin  

Kalk für den Mörtel zu brennen hat die Bevölkerung von Gotland schon von dem Mittelalter an gekonnt. Im 12. Jahrhundert begann der Bau der Kirchen der Insel und man verwendete nicht nur verbrannten Kalk sondern auch Kalksteinblöcke.
Mitte des 17. Jahrhunderts nahm der Export gebrannten Kalkes zu und Schiffe mit Kalk segelten von Gotland zu schwedischen, dänischen und deutschen Häfen.

Gotland bekam eine neue Herrschaftsklasse – die Kalksteingutsbesitzer. Ende des 19. Jahrhunderts steigt die Nachfrage von Kalkstein. Man brauchte Kalk für die Eisen-/ Stahlwerke, die Papierindustrie und für die Zuckerwerke.
Ebenfalls die Zementherstellung begann. Anfangs des 20. Jahrhunderts gab es etwa 30 Steinbrüche im nördlichen Gotland.

Die Arbeit in dem Steinbruch war sehr hart und man hatte nur einfache Handwerkzeuge zu Hilfe. Nach und nach bekam die Arbeit einen mehr industriellen Pregel. Trotz dessen wurden 50 Jahre später die Steine noch manuell verladen. Darauf folge die Mechaniserung. Man konzentrierte die Produktion, und viele Steinbrüche wurden niedergelegt – eine Tragödie für viele Familien, die sich in der Nähe niedergelassen hatten.

Die Steinindustrie hat heute noch grosse Bedeutung für Gotland. In Storugns liegt der grosse Kalksteinbruch “NordKalk“. Dort brennt seit einiger Zeit “Kalkproduktion Storugns AB“ in einem toppmodernen Ofen auch ihren Kalk. In Slite bricht “Cementa AB“ Kalk für ihre Zementherstellung.

Die Verbrennung von Kalk in “Bläse Kalkbruk“ fing im Jahre 1860 an und 1883 waren drei Öfen gleichzeitig im Gebrauch.
Der Höhepunkt der Hütte war in den 20.er und 30.er Jahren des 20. Jahrhunderts. Während der Glanzperiode der Hütte arbeiteten dort zeitweise etwa 150 Personen. 1946 hörte die Kalkverbrennung auf. Danach wurde der Kalkstein noch etwa zehn Jahre lang verschifft.

1983 wurde die ganze Anlage von dem damaligen Eigentümer “Euroc“ an die Stiftung “Bläse Kalkbruks Industriminne“ geschenkt.
Im gleichen Jahr wurde auch die “Intresseförening Bläse Kalkbruk“ gebildet und hat seit dessen unverdrossen daran gearbeitet, das Museum aufzubauen und den Betrieb zu entwickeln.

 
Bläse Kalkbruksmuseum, Fleringe Bläse 325, S-624 60 Lärbro, tel +46498-224662, e-mail: info @ blasekalkbruksmuseum.se